Naturpark Frankenwald

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Mitgliederversammlung 2009

Bericht des Fränkischen Tages über unsere Mitgliederversammlung am 05.10.2009:

Naturpark hat Hausaufgaben gemacht

06.10.09  

Rückblick Der Naturpark Frankenwald hat die Ärmel hochgekrempelt und sich für 2009 eine beachtliche Ausgangsposition verschafft. Somit fiel die Bilanz bei der Mitgliederversammlung in Steinwiesen auch sehr positiv aus.

Gleich eingangs der Mitgliederversammlung des Naturparks Frankenwald stellte Vorsitzender Oswald Marr fest, dass in der abgelaufenen Periode sehr viel angepackt und mit großem Engagement erfolgreiche Arbeit geleistet worden sei. Dies habe seine Krönung in einer auch finanziell positiven Bilanz gefunden.

In seinem Bericht stellte Marr voran, dass im Jahr 2008 Fördermittel in Höhe von 178 000 Euro genehmigt worden seien, was dem Zweieinhalbfachen des zustehenden Kontingents (70 000 Euro) entsprochen habe. Dies sei durch eine Sondermittelzuteilung des Umweltministeriums für den Naturpark Frankenwald möglich gewesen.

Wie der Vorsitzende verdeutlichte, konnten Großprojekte – zum Beispiel die Neugestaltung der Wanderwege im Naturpark durch den Frankenwaldverein oder die Inventarisierung der Flößerei-Landschaft Frankenwald über das Leader-Förderprogramm (eine Gemeinschaftsaktion der Europäischen Gemeinschaft für ländliche Entwicklung) abgeschlossen werden. Auch aktuell werde der Naturpark wieder mit genügend Fördermitteln seitens des Umweltministeriums ausgestattet.

Eine große Erleichterung für den Naturpark Frankenwald sei die Mitteilung über die Genehmigung von über 1,1 Millionen Euro (inklusive Fördermittel des Freistaates) aus dem Konjunkturprogramm II gewesen, so Vorsitzender Oswald Marr. Das vom Naturpark Frankenwald erarbeitete Konzept für Investitionsmaßnahmen habe somit Anerkennung gefunden. Dieses Konzept sehe unter anderem zwei Informationszentren in denkmalgeschützten Bahnhöfen in Blechschmidtenhammer und in Steinwiesen vor.

Das Informationszentrum Steinwiesen wurde von den Mitgliedern vor Beginn der Versammlung aufgesucht und besichtigt. Marr und Peter Schmittnägel erläuterten die vorgesehenen Investitionsmaßnahmen. Themenschwerpunkt ist die Kulturlandschaft Frankenwald mit ihren Wiesentälern, Wäldern und Rodungsinseln. Als Umbaumaßnahmen sind die Neugestaltung der Inneneinrichtung mit Tafeln, die Umgestaltung des Eingangsbereiches und ein zusätzlicher Eingang mit Verpflegungsmöglichkeit sowie Sitzeinrichtung und mehr geplant. Diese Maßnahme soll 2010 umgesetzt werden.

Das Gesamtkonzept mit dem Umbau verschiedener Informationspunkte, wie in Gerlas, Marktschorgast, Stadtsteinach, Kronach (Festung Rosenberg), in der Teuschnitzaue und der Schneidmühle Steinachtal soll bis 2011 durchgeführt werden.

Der Vorsitzende informierte auch über das Ziel, einen „Nationalen Geopark“ zur Anerkennung zu bringen. Dafür werden sieben Geopfade (Naila, Schwarzenbach am Wald, Geroldsgrün, Steinachtal bei Stadtsteinach/Presseck, Wallenfels, Ludwigsstadt und Stockheim) umgesetzt. Weiter gehören dazu ein grenzüberschreitender geologischer Lehrpfad „Saalepfad“, die Freistellung von Geotopen am Schlossberg Nordhalben, Geotopinformationen an Rastplätzen, Maßnahmen in Horwagen, Bernstein, Teuschnitz etc. sowie die Darstellung des Geoparkes Schieferland auf der Homepage des Naturparks, die Kooperation mit anderen Geoparken und die regelmäßige Durchführung von Fachtagungen.

Der Naturpark soll eine „Osterweiterung“ erfahren, wie Marr weiter erklärte. Die Gemeinden Naila, Selbitz, Schauenstein und Helmbrechts möchten den Naturpark im Osten erweitern und die Grenzen natürlichen Gegebenheiten, anstatt, wie bisher Straßen, anpassen. Somit würde beispielswiese das gesamte Selbitztal in den Naturpark Frankenwald integriert werden. Insgesamt sind 29 Einzelmaßnahmen im Zuge der Fördermittelbereitstellung über das Konjunkturprogramm II genehmigt und teils auch schon begonnen worden. Davon sind neun Maßnahmen im Landkreis Kronach, 16 im Landkreis Hof und vier im Landkreis Kulmbach geplant.

 

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